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Brandschutz

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Brandschutzverglasungen sind Bauteile, die im Allgemeinen aus einem oder mehreren lichtdurchlässigen, raumabschließenden Elementen, Dichtungen sowie Befestigungsmaterialien bestehen. In ihrer raumabschließenden Funktion sollen sie die Ausbreitung von Feuer und Rauch über einen bestimmten Zeitraum verhindern. Die Glasstein-Elemente der Brandschutzverglasung sind keine tragenden Bauteile. Bei steigenden Anforderungen an den Brandschutz und gleichzeitigem Wunsch nach natürlichem Licht und/ oder Durchsicht ergeben sich für Brandschutz- Verglasungen mit Glassteinen vielfältige Einsatzmöglichkeiten:


Feuerwiderstandsklasse G/E

 

Wände und Decken

Als G-Verglasung gelten lichtdurchlässige Bauteile in senkrechter (> 80° – 90°) und waagerechter (0° – > 15°) Anordnung, die die Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindern. Der Durchtritt der Wärmestrahlung wird lediglich behindert, an die Erhitzung der feuerabgewandten

Seite werden keine Anforderungen gestellt. Die Verglasungen dürfen innerhalb des Klassifizierungszeitraums (G 30 – G 120) nicht zusammenbrechen und müssen als Raumabschluss wirksam bleiben. Für die Einsatzmöglichkeit von Brandschutzverglasungen aus Glassteinen nach DIN 18175 werden nur allgemeine Richtlinien vorgeschlagen, objektive Kriterien existieren nicht. Über die Zulässigkeit einer Verwendung der jeweiligen Verglasung entscheidet die zuständige örtliche Bauaufsichtsbehörde in jedem Einzelfall nach ihrem Verständnis.

  •  Fluchtwege
  • Trennwände in größeren, zusammenhängenden Räumen
  • Gebäudewinkel zur Vermeidung von Flammenüberschlag
  • Vorbeugende Maßnahmen gegen Feuerüberschlag an Fassaden

 

Feuerwiderstandsklasse F/EI

 

Wände und Decken

Als F-Verglasung gelten lichtdurchlässige Bauteile in senkrechter (> 80° – 90°) und

waagerechter (0° – > 15°) Anordnung, die nicht nur die Ausbreitung von Feuer und Rauch, sondern auch den Durchtritt der Wärmestrahlung verhindern. Die dem Feuer abgewandte Seite darf sich im Mittelwert um nicht mehr als 140° Kelvin (Temperaturdifferenz) bzw. um 180° K im Einzelwert erhöhen (DIN 4102, Teil 2, Abschnitt 5.2.2.). Alle bis F-90* feuerhemmend oder feuerbeständig baurechtlich vorgeschriebenen Verglasungen im Innen- oder Außenbereich sind mit Glasstein-Elementen ausführbar.

 

* F-90-Brandschutzwand mit weichem Stoß (3000 Nm) nach DIN 4102-3 mit 28-mm-Fuge geprüft.

 

Brandschutzverglasungen der Klassifizierung F (EI) sind nur durch autorisierte SOLARIS Partner, die in der SOLARIS Verlegerliste gelisteten Fachbetriebe, durchzuführen.