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Technische Daten / Konstruktion & Ausführung / Normen

Normen und Empfehlungen

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Bei der Erstellung von Glassteinwänden sind folgende Normen zu beachten:

DIN 18175 /
EN 1051

- Glassteine, Produktion

DIN 4242

- Glssteine, Verlegung

 

Mitgeltende Normen sind:

DIN 488

- Betonstahl, Begriffe +   Eigenschaften

DIN 1045

- Beton und Stahlbeton

DIN 1053

- Mörtel und Mauerwerk

DIN 1055

- Lastannahme

DIN 4102, T13

- Brandschutz

DIN 4103,

T1

- Nicht tragende Wände

 

Folgende Euräische Normen, die zurzeit als Vornormen (ENV) oder nur als Normentwürfe (prEN) vorliegen, sollen demnächst die o.a. Deutschen Normen ersetzten:

prEN 1051

- Glassteine und Betongläser

prEN 12725

- Glasstein-Wände

ENV 206

- Beton

ENV1991

- Lastannahmen

ENV 1992

- Mauerwerk

EN 357

- Brandschutz

Glassteinwände sind keine tragenden Wände und dürfen keine Lasten aus dem Bauwerk übernehmen. Glassteinwände müssen mindestens an zwei gegenüberliegenden Seiten in der Weise aufgelagert werden, dass die horizontalen Kräfte aus der Wand sicher übertragen werden können. Durch Anordnung entsprechender Konstruktionen mit Gleit- und Dehnungsfugen ist gleichzeitig sicherzustellen, dass Bewegungen aus der Wand aufgenommen bzw. Zwängungskräfte auf die Wand vermieden werden. In der Regel sind umlaufende Gleit- und Dehnungsfugen anzuordnen und mit dauerhaft elastischen und verwitterungsbeständigen Dichtstoffen auszufüllen. Sie müssen mindestens 10 mm dick sein. Die Aufnahme und Weiterleitung horizontaler Auflagerkräfte durch Verankerungen ist nachzuweisen. Die Größe der seitlichen und oberen Auflager (Randstreifen) soll mindestens 50 mm, maximal 100 mm betragen. Die Dicke der Randstreifen soll die Dicke der Glassteine nicht überschreiten. Für die Übertragung der Vertikallasten ist ein unterer Randstreifen aus bewehrtem

Zementmörtel mit einer Höhe von maximal 80 mm vorzusehen. Als Bewehrung sind in der Regel zwei Stäbe mit einem Durchmesser von 6 mm aus S 500/gerippt anzuordnen. Die Konstruktion muss so geplant werden, dass kein Wasser stehen bleiben kann. Die Bemessung von Glassteinwänden auf Biegung infolge Horizontallasten kann entweder nach DIN 1045, Abschnitt 20.3, oder nach ENV 1992-1, Abschnitt 4, durchgeführt werden, als ob ein einheitlicher Stahlbetonquerschnitt vorläge. Allerdings darf bei zweiachsiger Biegung die günstige Wirkung der Drillmomente nicht in Rechnung gestellt werden. Das System einer Glassteinwand besteht aus einem Trägerrost (Konstruktionsfugen) mit dazwischen liegenden mittragenden Glassteinen, d.h. in der Druckzone liegende Querschnittsteile der Glaskörper gelten als statisch mitwirkend. Entsprechend der Bewehrung in


den Fugen ist ein- oder zweiachsige Spannrichtung gegeben. Die max. Spannweite ist auf 6,00 m beschränkt, da dies der Mindestabstand der Dehnungsfugen für großformatige Glassteinwände ist.

 

Sichtbare Mörtelfugenbreite:
Glassteinformat

115 x 115 190 x 190 240 x 240 300 x 300

min. Fugenbreite

12               12              12               15

max. Fugenbreite (bei Fertigelementen)

30               30              30               30

 
Auf Grund der hohen Druckfestigkeit der Glassteine ist in der Regel der Nachweis der Knicksicherheit nach DIN 1045, Abschnitt 25.5, für die Bemessung von Wänden für Vertikallasten (Eigengewicht) maßgebend. Der Knicknachweis kann entfallen, wenn folgende Elementabmessungen (in m) eingehalten sind:

Breite 1,00 2,00 3,00 4,00 5,00 6,00

maximale Höhe 8,00 7,00 6,00 5,00 4,00 3,00

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